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Kurz erklärt
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54 Antworten, sortiert nach Thema
Grundlagen
Einen manuellen Rollstuhl treibt die Person selbst über die Greifreifen an, oder eine Begleitperson schiebt ihn. Ein Elektrorollstuhl fährt mit Motor und Akku und wird über einen Joystick oder eine Sondersteuerung gesteuert. Entscheidend sind die Kraft in Armen und Schultern, die Wege im Alltag und die Sitzdauer.
Ganze Antwort lesenDer Wenderadius gibt an, wie viel Platz ein Rollstuhl zum Drehen braucht. Je kleiner der Wert, desto wendiger ist der Rollstuhl in engen Räumen wie Bad, Flur oder Aufzug.
Ganze Antwort lesenEin Elektrorollstuhl wird per Joystick gesteuert und lässt sich an den Körper anpassen. Ein Elektromobil (Scooter) wird wie ein Roller über eine Lenksäule gelenkt und setzt Kraft in Armen und Händen und einen stabilen Rumpf voraus.
Ganze Antwort lesenEin Multifunktionsrollstuhl ist ein Schieberollstuhl mit verstellbarer Sitzeinheit: Kantelung, Rückenlehne, Kopfstütze und hochstellbare Beinstützen. Eine Begleit- oder Pflegeperson schiebt ihn und stellt die Sitzposition ein.
Ganze Antwort lesenElektrorollstühle gibt es mit 6 km/h und mit 10 km/h Höchstgeschwindigkeit. Ohne Führerschein erlaubt sind Krankenfahrstühle bis 15 km/h. Auf Gehwegen gilt immer Schrittgeschwindigkeit.
Ganze Antwort lesenEin Elektrorollstuhl mit Akkus und Sitzverstellfunktionen wiegt über 100 kg. Getragen wird er nicht, sondern über Rampen, Lifte und dafür ausgestattete Fahrzeuge transportiert.
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Versorgung & Kostenübernahme
Die Krankenkasse kann einen Rollstuhl leihweise überlassen. Dann bleibt er ihr Eigentum, geht zurück, wenn Sie ihn nicht mehr brauchen, und wird nach einer Aufbereitung wieder eingesetzt.
Ganze Antwort lesenDer Nahbereich ist das Umfeld der Wohnung, in dem Sie die Wege des täglichen Lebens erledigen. Ihn selbstständig zu erreichen, gilt nach der Rechtsprechung als Grundbedürfnis. Für die Kostenübernahme ist das ein zentraler Begriff.
Ganze Antwort lesenMit dem Persönlichen Budget erhalten Menschen mit Behinderung Geld statt Sach- oder Dienstleistungen und organisieren ihre Unterstützung selbst. Auf das Budget besteht ein Rechtsanspruch.
Ganze Antwort lesenDer Kostenvoranschlag ist das Angebot des Sanitätshauses an die Krankenkasse. Er nennt das Hilfsmittel, die Ausstattung und die Kosten und ist zusammen mit der Verordnung die Grundlage der Entscheidung.
Ganze Antwort lesenDer Medizinische Dienst (MD) begutachtet im Auftrag der Krankenkasse, ob ein Hilfsmittel im Einzelfall erforderlich ist. Er entscheidet nicht selbst, seine Einschätzung hat aber Gewicht.
Ganze Antwort lesenFür einen Elektrorollstuhl gelten die Fristen des SGB IX: drei Wochen ohne Gutachten, zwei Wochen nach Vorliegen eines Gutachtens. Spätestens nach zwei Monaten muss entschieden oder begründet verlängert sein.
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Sitzen & Positionierung
Eine Sitzschale ist eine nach Körperform gefertigte Sitzeinheit. Sie kommt zum Einsatz, wenn Standardsitze und modulare Systeme ausgeprägte Fehlstellungen nicht mehr aufnehmen können.
Ganze Antwort lesenPelotten sind Polster, die den Körper im Rollstuhl seitlich oder vorn stützen. Sie verhindern, dass Rumpf, Hüfte oder Beine aus der gewünschten Position gleiten.
Ganze Antwort lesenScherkräfte entstehen, wenn Gewebeschichten gegeneinander verschoben werden, etwa beim Herunterrutschen im Sitz. Zusammen mit Druck erhöhen sie das Risiko für Druckgeschwüre.
Ganze Antwort lesenDie klinische Leitlinie zur Querschnittlähmung nennt eine Gewichtsverlagerung alle 15 bis 30 Minuten. Das Gewebe braucht dabei im Mittel knapp zwei Minuten, um sich zu erholen. Ihren Rhythmus legen Sie mit Ihrem Therapieteam fest.
Ganze Antwort lesenBezüge nach Pflegeetikett waschen, den Kissenkörper nach Herstellerangabe reinigen, alles vollständig trocknen lassen und dabei gleich prüfen, ob das Kissen noch in Form ist.
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Steuerung & Bedienung
Ja. Das Bedienmodul lässt sich links oder rechts, bei Bedarf auch mittig montieren. Entscheidend ist, mit welcher Hand oder Körperstelle Sie am sichersten steuern.
Ganze Antwort lesenR-net und LiNX sind Steuerungssysteme für Elektrorollstühle, die Elektronik zwischen Joystick und Motoren. Sie bestimmen, welche Bedienelemente, Module und Funktionen möglich sind.
Ganze Antwort lesenBei einem proportionalen Joystick bestimmt der Ausschlag das Tempo: Je weiter Sie ihn bewegen, desto schneller fährt der Rollstuhl. Das ermöglicht fein dosiertes, stufenloses Fahren.
Ganze Antwort lesenBei der Saug-Blas-Steuerung wird der Rollstuhl über ein Röhrchen gesteuert: Saugen und Blasen in unterschiedlicher Stärke lösen Fahrbefehle aus. Sie kommt in Frage, wenn andere Körperbewegungen nicht möglich sind.
Ganze Antwort lesenBei einer Tischsteuerung sitzt der Joystick mittig in einem Therapietisch vor dem Körper. Umkehrbare Halter klappen ihn bei Bedarf weg, damit eine ebene Arbeitsfläche entsteht.
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Assistenzsysteme
Nicht automatisch. Montageplatz, Stromversorgung und Steuerung müssen zum Rollstuhl passen. Ob und wie ein Roboterarm an Ihren Rollstuhl kommt, klärt die Beratung vor der Versorgung.
Ganze Antwort lesenEine Armunterstützung verstärkt Ihre eigene Bewegung. Ein Roboterarm führt die Handlung selbst aus. Welches System passt, hängt davon ab, ob Arm und Hand noch Restfunktion haben.
Ganze Antwort lesenAdaptionshilfen, auch Adaptationshilfen genannt, gleichen eingeschränkte Funktionen im Alltag aus, etwa beim Greifen, Essen oder Bewegen des Arms. Im Hilfsmittelverzeichnis bilden sie die Produktgruppe 02.
Ganze Antwort lesenMit einer Einweisung, Übung im eigenen Alltag und Unterstützung durch Therapie und Umfeld. Wie schnell es geht, ist von Mensch zu Mensch verschieden. Beginnen Sie mit großen, leichten Gegenständen.
Ganze Antwort lesenJe nach Einsatzort aus der Steckdose, aus einem externen Akkupack oder direkt aus dem Akku des Elektrorollstuhls. So ist die Unterstützung am Tisch und unterwegs verfügbar.
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Alltag & Mobilität
Nein. Elektrorollstühle gelten als motorisierte Krankenfahrstühle und dürfen ohne Führerschein gefahren werden, wenn sie höchstens 15 km/h fahren, leer höchstens 300 kg wiegen und höchstens 110 cm breit sind.
Ganze Antwort lesenJa, wenn der Bus einen Rollstuhlplatz und eine Rampe hat und der Platz frei ist. Mit Schwerbehindertenausweis, passendem Merkzeichen und Wertmarke fahren Sie im Nahverkehr kostenlos.
Ganze Antwort lesenMerkzeichen B im Schwerbehindertenausweis heißt: Sie dürfen eine Begleitperson mitnehmen, die in Bus und Bahn kostenlos mitfährt, auch im ICE und im Fernbus. Wer es bekommt und was es nicht bedeutet.
Ganze Antwort lesenMerkzeichen G steht für eine erhebliche Beeinträchtigung der Bewegungsfähigkeit im Straßenverkehr. Es öffnet die Freifahrt mit Wertmarke oder eine Ermäßigung der Kfz-Steuer. Wer es bekommt und welche Vorteile es bringt.
Ganze Antwort lesenMerkzeichen H steht für hilflos: Sie brauchen bei einer Reihe alltäglicher Verrichtungen jeden Tag dauerhaft Hilfe. Es bringt unter anderem eine kostenlose Wertmarke, die Befreiung von der Kfz-Steuer und einen Steuer-Pauschbetrag von 7.400 Euro.
Ganze Antwort lesenaG steht für „außergewöhnlich gehbehindert“. Das Merkzeichen erhalten Menschen mit einer erheblichen mobilitätsbezogenen Teilhabebeeinträchtigung, die einem Grad der Behinderung von mindestens 80 entspricht.
Ganze Antwort lesenDer Euroschlüssel öffnet Behindertentoiletten an Raststätten, Bahnhöfen und in Innenstädten. Wer ihn mit Schwerbehindertenausweis oder Attest bekommt, wie Sie ihn beim CBF Darmstadt bestellen und was er seit Juli 2026 kostet.
Ganze Antwort lesenDer blaue EU-Parkausweis erlaubt das Parken auf Behindertenparkplätzen mit Rollstuhlsymbol und weitere Parkerleichterungen. Ihn erhalten Menschen mit den Merkzeichen aG, Bl oder TBl und Menschen mit vergleichbaren Einschränkungen.
Ganze Antwort lesenElektrorollstühle vertragen normalen Regen, aber keine Wasserstrahlen und tiefen Pfützen. Schützen Sie die Steuerung, trocknen Sie den Rollstuhl nach der Fahrt ab und rechnen Sie im Winter mit weniger Reichweite.
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Technik, Akku & Pflege
Ja, mit dem zugehörigen Ladegerät und nach den Angaben der Bedienungsanleitung. Die Bedienungsanleitung des RP1 PRO sieht das Laden jede Nacht ausdrücklich vor, ein volles Aufladen dauert dort bis zu 12 Stunden.
Ganze Antwort lesenDer Freilauf löst die Motorbremsen, damit sich der Rollstuhl ohne Strom schieben lässt, etwa bei leerem Akku. Im Freilauf bremst der Rollstuhl nicht.
Ganze Antwort lesenIst der Rollstuhl ein Hilfsmittel der Krankenkasse, gehören notwendige Reparaturen zum Leistungsanspruch. Erster Ansprechpartner ist das Sanitätshaus, das Sie versorgt hat.
Ganze Antwort lesenDas hängt vom Akkutyp, von der Nutzung und von der Pflege ab. Richtig geladen und gelagert, halten Akkus länger. Sinkt die Reichweite bei gleicher Nutzung, lassen Sie sie prüfen.
Ganze Antwort lesenSo oft, wie der Hersteller es in der Bedienungsanleitung vorgibt. Für den RP1 PRO sind das einmal im Jahr, bei intensiver Nutzung alle sechs Monate. Dazu kommt der kurze Check vor der Fahrt, den Sie selbst erledigen.
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Krankheitsbilder & Versorgung
Bei einer Paraplegie sind die Beine gelähmt, bei einer Tetraplegie auch Arme und Hände. Entscheidend ist, in welcher Höhe das Rückenmark geschädigt ist.
Ganze Antwort lesenDie Krankenkasse versorgt nach dem aktuellen Bedarf, muss aber auch einer drohenden Behinderung vorbeugen. Bei fortschreitenden Erkrankungen sollte der absehbare Verlauf deshalb ärztlich dokumentiert sein.
Ganze Antwort lesenFür viele Erkrankungen gibt es spezialisierte Zentren: Querschnittgelähmten-Zentren, ALS-Ambulanzen, neuromuskuläre Zentren, MS-Zentren und Sozialpädiatrische Zentren für Kinder.
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Kinder & Jugendliche
Ein festes Mindestalter gibt es nicht. Nach der Stellungnahme der Fachgesellschaft RESNA können Kinder ab 24 Monaten lernen, einen Elektrorollstuhl sicher zu steuern. Entscheidend sind Interesse, Aufmerksamkeit und eine verlässliche Steuerungsmöglichkeit.
Ganze Antwort lesenJa. Beim RP1 Kids gibt es nach Herstellerangaben Lackierungsoptionen und als Sonderausführung verschiedenfarbige Anbauteile. Mehrkosten entstehen, wenn die Wunschausstattung über das medizinisch Notwendige hinausgeht.
Ganze Antwort lesenNein. Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren sind von der gesetzlichen Zuzahlung für Hilfsmittel befreit. Kosten können nur für Wunschausstattung entstehen, die über das Notwendige hinausgeht.
Ganze Antwort lesenEine Schulbegleitung unterstützt ein Kind mit Behinderung im Schulalltag, damit es am Unterricht teilhaben kann. Sie ist eine Leistung der Eingliederungshilfe oder bei seelischer Behinderung der Jugendhilfe.
Ganze Antwort lesenZuerst wird geprüft, ob sich der Rollstuhl weiter anpassen lässt. Reicht der Verstellbereich nicht mehr, wird eine neue Versorgung beantragt, rechtzeitig, damit keine Lücke entsteht.
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Angehörige & Pflege
Ja, mit einer Begleitersteuerung. Sie ist hinten am Rollstuhl angebracht, ein Umschalter legt fest, wer fährt. Ohne sie lässt sich ein Elektrorollstuhl nur im Freilauf schieben, und dann bremst er nicht.
Ganze Antwort lesenVerhinderungspflege ist eine Ersatzpflege, wenn die private Pflegeperson verhindert ist, etwa durch Urlaub oder Krankheit. Seit Juli 2025 gibt es dafür gemeinsam mit der Kurzzeitpflege bis zu 3.539 Euro im Jahr.
Ganze Antwort lesenDer Entlastungsbetrag sind 131 Euro im Monat für alle Pflegebedürftigen in häuslicher Pflege ab Pflegegrad 1. Er ist zweckgebunden für Angebote, die Pflegende entlasten.
Ganze Antwort lesenPflegehilfsmittel erleichtern die häusliche Pflege oder lindern Beschwerden. Die Pflegekasse zahlt Verbrauchsprodukte bis 42 Euro im Monat und stellt technische Pflegehilfsmittel wie Pflegebetten bereit.
Ganze Antwort lesenAlle, die Leistungen der Pflegeversicherung erhalten oder beantragt haben. Die Beratung ist kostenlos und auf Wunsch auch zu Hause. Angehörige können mit Einverständnis einbezogen werden.
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