Fachbegriffe, einfach erklärt.
91 Begriffe rund um Elektrorollstuhl, Assistenzsysteme, Versorgung und Pflege, kurz und verständlich erklärt.
A
- AdaptionshilfeHilfsmittel, das eingeschränkte Funktionen im Alltag ausgleicht, etwa beim Greifen, Essen oder Bewegen des Arms. Im Hilfsmittelverzeichnis bilden die Adaptionshilfen die Produktgruppe 02.Assistenzsysteme
- AktivrollstuhlLeichter, individuell angepasster Rollstuhl, den die Nutzerin oder der Nutzer selbst über Greifreifen antreibt. Er setzt ausreichend Kraft in Armen und Schultern voraus.Grundlagen
- ALS (Amyotrophe Lateralsklerose)Fortschreitende Erkrankung, bei der die Nervenzellen, die die Muskeln steuern, nach und nach ihre Funktion verlieren. Das Tempo ist von Mensch zu Mensch verschieden.Krankheitsbilder & Versorgung
- AntriebsartDie Position der angetriebenen Räder eines Elektrorollstuhls: vorn (Frontantrieb), in der Mitte (Mittelantrieb) oder hinten (Heckantrieb). Sie bestimmt Lenkverhalten und Wendigkeit.Grundlagen
- ArmunterstützungAssistenzsystem, das das Gewicht des Arms ausgleicht, sodass eigene Bewegungen mit wenig Kraft wieder möglich werden, etwa beim Essen oder am Computer.Assistenzsysteme
- AufstehhilfeSitzverstellfunktion, die die Sitzfläche nach vorn neigt oder anhebt und so das Aufstehen und den Transfer aus dem Rollstuhl erleichtert.Grundlagen
- AugensteuerungSteuerung, die mit einer Kamera oder einem Sensor erkennt, wohin die Augen blicken. Verbreitet für Kommunikationshilfen und Computer, bei einigen Herstellern auch zum Fahren eines Elektrorollstuhls.Steuerung & Bedienung
B
- BedienmodulBedieneinheit des Elektrorollstuhls mit Joystick, Tasten und je nach Modell einem Display. Darüber werden Fahren, Geschwindigkeit, Licht und Sitzverstellfunktionen gesteuert.Steuerung & Bedienung
- BegleitersteuerungZweites Bedienelement hinten am Rollstuhl, mit dem eine Begleitperson den Elektrorollstuhl steuern kann. Ein Umschalter legt fest, wer fährt.Steuerung & Bedienung
- BelastungsgrenzeObergrenze für gesetzliche Zuzahlungen in der Krankenversicherung: 2 Prozent der jährlichen Bruttoeinnahmen zum Lebensunterhalt, bei schwerwiegend chronisch Kranken 1 Prozent.Versorgung & Kostenübernahme
- Blauer ParkausweisEU-Parkausweis, der das Parken auf Behindertenparkplätzen mit Rollstuhlsymbol erlaubt. Ihn erhalten Menschen mit den Merkzeichen aG, Bl oder TBl und vergleichbaren Einschränkungen.Alltag & Mobilität
- BleiakkuWartungsfreier Akkutyp im Elektrorollstuhl, bei dem der Elektrolyt gebunden ist, beim Gel-Akku in einer gelartigen Masse, beim AGM-Akku in einem Glasfaservlies.Technik, Akku & Pflege
D
- DekubitusDruckgeschwür: eine Schädigung von Haut und darunterliegendem Gewebe durch länger anhaltenden Druck, verstärkt durch Scherkräfte.Sitzen & Positionierung
- DIN 18040-2Norm für barrierefreies Bauen von Wohnungen. Für uneingeschränkt mit dem Rollstuhl nutzbare Wohnungen („R“) nennt sie unter anderem 90 cm Türbreite und 150 × 150 cm Bewegungsflächen.Alltag & Mobilität
E
- EingliederungshilfeLeistungen für Menschen mit Behinderung, die ihre Teilhabe am Leben in der Gesellschaft sichern, etwa Assistenz, Schulbegleitung oder Hilfen zur sozialen Teilhabe.Versorgung & Kostenübernahme
- ElektromobilMotorisiertes Fahrzeug mit Lenksäule und Lenker, auch Scooter genannt. Anders als ein Elektrorollstuhl setzt es Kraft in Armen und Händen und einen stabilen Rumpf voraus.Grundlagen
- ElektrorollstuhlRollstuhl mit Elektroantrieb, gesteuert über Joystick oder Sondersteuerung. Rechtlich ist er ein motorisierter Krankenfahrstuhl und darf bis 15 km/h ohne Führerschein gefahren werden, wenn er die Grenzen für Gewicht und Breite einhält.Grundlagen
- Entlastungsbetrag131 Euro im Monat, die allen Pflegebedürftigen in häuslicher Pflege ab Pflegegrad 1 zustehen, zweckgebunden für Angebote, die Pflegende entlasten.Angehörige & Pflege
- ErprobungDas Ausprobieren eines Hilfsmittels unter realen Bedingungen, bevor es beantragt wird. Ein Erprobungsbericht zeigt der Krankenkasse, dass das Hilfsmittel im Alltag funktioniert.Versorgung & Kostenübernahme
- EUTBErgänzende unabhängige Teilhabeberatung: ein kostenloses Beratungsangebot für Menschen mit Behinderung und ihre Angehörigen zu allen Fragen der Rehabilitation und Teilhabe.Angehörige & Pflege
F
- FahrprofilGespeicherte Einstellung der Rollstuhlelektronik für eine bestimmte Situation, etwa ein ruhiges Profil für die Wohnung und ein schnelleres für draußen.Steuerung & Bedienung
- FederungFedern und Dämpfer im Fahrwerk, die Stöße von Bordsteinen, Pflaster und Schwellen abfangen, bevor sie Rücken und Nacken erreichen.Technik, Akku & Pflege
- FreilaufMechanische Entriegelung der Motorbremsen, mit der ein Elektrorollstuhl ohne Strom geschoben werden kann. Im Freilauf bremst der Rollstuhl nicht.Technik, Akku & Pflege
G
- GenehmigungsfiktionGesetzliche Regel, nach der eine beantragte Leistung als genehmigt gilt, wenn der Träger eine Frist ohne begründete Mitteilung verstreichen lässt.Versorgung & Kostenübernahme
- Grad der Behinderung (GdB)Maß für die Auswirkungen einer Behinderung auf die Teilhabe, in Zehnerschritten von 20 bis 100. Ab einem GdB von 50 gilt man als schwerbehindert.Alltag & Mobilität
H
- HeckantriebAntriebsart, bei der die angetriebenen Räder hinten am Elektrorollstuhl sitzen. Der Rollstuhl hält auch bei höherem Tempo die Spur, braucht zum Wenden aber den meisten Platz.Grundlagen
- HilfsmittelverzeichnisVom GKV-Spitzenverband geführtes Verzeichnis der Hilfsmittel, die von der Leistungspflicht der Krankenkassen umfasst sind, gegliedert in Produktgruppen mit Qualitätsanforderungen.Versorgung & Kostenübernahme
- HMV-NummerZehnstellige Nummer eines Produkts im Hilfsmittelverzeichnis. Sie nennt Produktgruppe, Anwendungsort, Untergruppe, Produktart und Einzelprodukt, etwa 18.99.06.1147 für den RP1 PRO.Versorgung & Kostenübernahme
I
K
- KantelungSitzverstellfunktion, bei der die ganze Sitzeinheit nach hinten geneigt wird, ohne dass sich der Winkel zwischen Sitz und Rücken verändert. Sie verlagert Gewicht vom Gesäß auf den Rücken.Sitzen & Positionierung
- KinästhetikKonzept für das Bewegen von Menschen, bei dem die Person ihr Gewicht Schritt für Schritt selbst verlagert und die helfende Person die Bewegung führt, statt sie anzuheben.Angehörige & Pflege
- KinnsteuerungAlternative Steuerung, bei der ein kleiner, leichtgängiger Joystick vor dem Kinn sitzt. Sie ermöglicht das Fahren bei fehlender Hand- und Armfunktion.Steuerung & Bedienung
- KopfsteuerungSteuerung, bei der leichte Kopfbewegungen den Elektrorollstuhl lenken, ganz ohne Hände. Es gibt Varianten mit Tastern und mit berührungslosen Sensoren in der Kopfstütze.Steuerung & Bedienung
- KopfstützePolster mit Halterung an der Rückenlehne, das den Kopf stützt, schützt und bei Bedarf die Kopfhaltung korrigiert.Sitzen & Positionierung
- KostenträgerStelle, die die Kosten eines Hilfsmittels übernimmt. In erster Linie ist das die Krankenkasse, je nach Ursache und Zweck auch Unfallversicherung, Pflegekasse, Rentenversicherung oder Eingliederungshilfe.Versorgung & Kostenübernahme
- KostenvoranschlagAngebot des Sanitätshauses an die Krankenkasse mit Hilfsmittel, Ausstattung und Preisen. Zusammen mit Verordnung und Erprobungsbericht ist er die Grundlage der Entscheidung.Versorgung & Kostenübernahme
- KrankenfahrstuhlRechtlicher Begriff für Elektrorollstühle und ähnliche Fahrzeuge. Motorisierte Krankenfahrstühle bis 15 km/h, 300 kg Leermasse und 110 cm Breite sind fahrerlaubnisfrei.Alltag & Mobilität
- KurzzeitpflegeVorübergehende vollstationäre Pflege, etwa im Anschluss an einen Krankenhausaufenthalt oder wenn die häusliche Pflege zeitweise nicht möglich ist (§ 42 SGB XI).Angehörige & Pflege
L
- LiNXModulares Steuerungssystem für Elektrorollstühle von Allient New Zealand, früher Dynamic Controls. Es ist die Elektronik zwischen Bedienmodul und Motoren.Steuerung & Bedienung
- Lithium-Ionen-AkkuAkkutyp, der je Kilogramm ein Mehrfaches der Energie eines Bleiakkus speichert. Eine Schutzelektronik, das Batteriemanagementsystem, überwacht Laden und Entladen.Technik, Akku & Pflege
M
- Medizinischer Dienst (MD)Eigenständiger Begutachtungsdienst der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung. Er prüft im Auftrag der Kasse, ob ein Hilfsmittel notwendig ist, und begutachtet Pflegebedürftigkeit.Versorgung & Kostenübernahme
- MehrkostenKosten für eine Ausstattung, die über das medizinisch Notwendige hinausgeht. Sie tragen Versicherte selbst, das Sanitätshaus muss vorher darüber informieren (§ 127 Abs. 5 SGB V).Versorgung & Kostenübernahme
- MerkzeichenKennzeichen im Schwerbehindertenausweis, etwa G, aG, B oder H, die bestimmte gesundheitliche Merkmale ausweisen und Nachteilsausgleiche eröffnen.Alltag & Mobilität
- MittelantriebAntriebsart, bei der die angetriebenen Räder in der Mitte des Elektrorollstuhls sitzen. Der Rollstuhl dreht um einen Punkt unter dem Sitz und braucht dafür den kleinsten Kreis.Grundlagen
- Mobilitätsservice-ZentraleService der Deutschen Bahn, der Hilfe beim Ein-, Um- und Aussteigen organisiert. Anmeldung bis 20 Uhr am Vortag, bei Reisen ins Ausland 24 Stunden vorher.Alltag & Mobilität
- MultifunktionsrollstuhlSchieberollstuhl mit verstellbarer Sitzeinheit: Kantelung, Rückenverstellung, Kopfstütze und hochstellbare Beinstützen. Eine Pflege- oder Begleitperson schiebt ihn und stellt die Sitzposition ein.Grundlagen
- Multiple Sklerose (MS)Chronisch-entzündliche Erkrankung des zentralen Nervensystems, deren Verlauf von Mensch zu Mensch verschieden ist. In Deutschland leben mehr als 280.000 Menschen mit MS.Krankheitsbilder & Versorgung
- Muskeldystrophie DuchenneErbliche Muskelerkrankung, die fast ausschließlich Jungen betrifft: Die Muskelkraft lässt von der frühen Kindheit an nach, zuerst in Becken und Beinen.Krankheitsbilder & Versorgung
N
P
- ParaplegieLähmung der Beine und je nach Höhe von Teilen des Rumpfes nach einer Schädigung des Brust- oder Lendenmarks. Arme und Hände sind nicht betroffen.Krankheitsbilder & Versorgung
- PelotteGezielt platziertes Polster am Rollstuhl, das den Körper seitlich oder vorn stützt, etwa am Rumpf, an der Hüfte oder zwischen den Knien.Sitzen & Positionierung
- Persönliches BudgetGeldleistung statt Sachleistung: Menschen mit Behinderung erhalten einen Betrag und organisieren ihre Unterstützung selbst. Es ist ein Rechtsanspruch nach § 29 SGB IX.Versorgung & Kostenübernahme
- PflegegeldMonatliche Leistung der Pflegekasse ab Pflegegrad 2, wenn Angehörige oder andere ehrenamtlich Pflegende zu Hause pflegen. 2026 beträgt es zwischen 347 und 990 Euro.Angehörige & Pflege
- PflegegradEinstufung der Pflegebedürftigkeit von 1 bis 5. Er entscheidet über die Leistungen der Pflegeversicherung und wird nach einer Begutachtung festgestellt.Angehörige & Pflege
- PflegehilfsmittelHilfsmittel der Pflegeversicherung, die die häusliche Pflege erleichtern: Verbrauchsprodukte bis 42 Euro im Monat und technische Hilfen wie Pflegebetten.Angehörige & Pflege
- PflegestützpunktWohnortnahe Beratungsstelle zu allen Fragen rund um Pflege, getragen von Pflege- und Krankenkassen, je nach Bundesland gemeinsam mit der Kommune. Sie vermittelt auch Angebote vor Ort.Angehörige & Pflege
- Proportionaler JoystickJoystick, bei dem der Ausschlag das Tempo bestimmt: je weiter bewegt, desto schneller die Fahrt. Er ermöglicht stufenloses Fahren in alle Richtungen.Steuerung & Bedienung
R
- R-netModulares Steuerungssystem für Elektrorollstühle von PG Drives Technology, einem Unternehmen von Curtiss-Wright. Es ist die Elektronik zwischen Joystick und Motoren, an die sich Sondersteuerungen und Zusatzmodule anschließen lassen.Steuerung & Bedienung
- ReichweiteDie Strecke, die ein Elektrorollstuhl mit einer Akkuladung fährt. Der Wert im Datenblatt wird nach der Norm ISO 7176-4 auf einer Prüfstrecke ermittelt. Kälte, Steigungen und Gewicht verringern ihn im Alltag.Technik, Akku & Pflege
- RoboterarmAssistenzsystem, das fehlende Greif- und Armfunktion aktiv ersetzt: Es greift, hält und bewegt Gegenstände, gesteuert per Joystick oder App.Assistenzsysteme
- RückensystemAngepasste Rückenlehne, die den Oberkörper führt, Druck verteilt und so viel Halt gibt wie nötig. Es gibt flache bis tief konturierte Formen, bei Bedarf mit Pelotten.Sitzen & Positionierung
S
- SanitätshausFachbetrieb, der Hilfsmittel berät, anpasst, liefert und wartet. Für eine Versorgung über die Krankenkasse muss es Vertragspartner Ihrer Kasse sein.Versorgung & Kostenübernahme
- Saug-Blas-SteuerungAlternative Steuerung, bei der Saugen und Blasen an einem Röhrchen Fahrbefehle auslösen. Sie kommt bei hohen Lähmungen in Frage, wenn Kopf und Kinn nicht steuern können.Steuerung & Bedienung
- ScherkräfteKräfte, die Hautschichten gegeneinander verschieben, etwa beim Herunterrutschen im Sitz. Zusammen mit Druck erhöhen sie das Risiko für Druckgeschwüre.Sitzen & Positionierung
- SchieberollstuhlRollstuhl ohne Greifreifen, den eine Begleitperson an Schiebegriffen bewegt. Mit verstellbarer Sitzeinheit heißt er Multifunktionsrollstuhl.Grundlagen
- SchulbegleitungUnterstützung eines Kindes mit Behinderung im Schulalltag, damit es am Unterricht teilhaben kann. Sie ist eine Leistung der Eingliederungs- oder Jugendhilfe.Kinder & Jugendliche
- SchwerbehindertenausweisNachweis einer Schwerbehinderung ab einem Grad der Behinderung von 50. Merkzeichen im Ausweis öffnen Nachteilsausgleiche wie Freifahrt oder Parkerleichterungen.Alltag & Mobilität
- SitzkissenKissen auf der Sitzfläche des Rollstuhls, das Druck verteilt und dem Becken eine stabile Basis gibt. Es gibt Kissen aus Schaum, mit Luftkammern, mit Gel oder als modulares System.Sitzen & Positionierung
- SitzliftElektrische Sitzverstellfunktion, die die gesamte Sitzeinheit anhebt, etwa auf Tisch-, Theken- oder Augenhöhe.Grundlagen
- SitzschaleNach Körperform individuell gefertigte Sitzeinheit für ausgeprägte Fehlstellungen, die modulare Sitzsysteme nicht mehr aufnehmen können.Sitzen & Positionierung
- SitzverstellfunktionenVerstellbare Funktionen der Sitzeinheit eines Rollstuhls, kurz Verstellfunktionen: Sitzlift, Kantelung, Rückenwinkel und Beinstützen. Am Elektrorollstuhl arbeiten sie elektrisch und ermöglichen Positionswechsel ohne fremde Hilfe.Sitzen & Positionierung
- SonderjoystickJoystick, der in Kraft, Weg und Form auf besondere motorische Voraussetzungen abgestimmt ist, von 8,5 Gramm bis rund 650 Gramm Betätigungskraft.Steuerung & Bedienung
- SozialgerichtGericht, das über den Streit mit Kranken- oder Pflegekasse entscheidet, wenn ein Widerspruch erfolglos war. Für Versicherte ist das Verfahren gerichtskostenfrei.Versorgung & Kostenübernahme
- Sozialpädiatrisches Zentrum (SPZ)Interdisziplinäre Einrichtung für Kinder, deren Erkrankung besondere Fachkompetenz braucht. Ärzte, Therapeuten und Psychologen arbeiten dort unter einem Dach.Kinder & Jugendliche
- SpastikKrankhaft erhöhte Muskelspannung, die Bewegungen und Haltung erschwert, etwa bei Zerebralparese, Multipler Sklerose oder nach einer Rückenmarkverletzung.Krankheitsbilder & Versorgung
- Spinale Muskelatrophie (SMA)Erbliche Erkrankung, bei der motorische Nervenzellen im Rückenmark zugrunde gehen. Vor allem rumpfnahe Muskeln in Schultern, Hüften und Rücken werden schwächer.Krankheitsbilder & Versorgung
- StehfunktionFunktion eines Rollstuhls, die Nutzerinnen und Nutzer aus dem Sitzen in eine aufrechte Stehposition bringt.Grundlagen
T
- TetraplegieLähmung von Armen, Händen, Rumpf und Beinen nach einer Schädigung des Halsmarks. Je höher die Lähmung, desto weniger Funktion bleibt.Krankheitsbilder & Versorgung
- TotzoneKleiner Bereich um die Mittelstellung des Joysticks, in dem keine Bewegung ausgelöst wird. Er verhindert ungewollte Fahrbefehle, etwa bei Zittern.Steuerung & Bedienung
- TransferDas Umsetzen zwischen Rollstuhl und Bett, Toilette, Stuhl oder Auto. Hilfsmittel wie Rutschbrett, Drehscheibe oder Lifter machen ihn sicherer.Angehörige & Pflege
U
V
- VerhinderungspflegeErsatzpflege, wenn die private Pflegeperson verhindert ist. Seit Juli 2025 steht dafür gemeinsam mit der Kurzzeitpflege ein Jahresbetrag von bis zu 3.539 Euro zur Verfügung.Angehörige & Pflege
- VerordnungÄrztliche Verschreibung eines Hilfsmittels. Sie sollte Diagnose, Funktionseinschränkungen, das Hilfsmittel und das Ziel der Versorgung nachvollziehbar beschreiben.Versorgung & Kostenübernahme
- VersicherungskennzeichenKennzeichen, das Elektrorollstühle mit einer bauartbedingten Höchstgeschwindigkeit von mehr als 6 km/h zusammen mit einer Kfz-Haftpflichtversicherung brauchen.Technik, Akku & Pflege
W
- WartungRegelmäßige Prüfung von Bremsen, Antrieb, Elektronik, Akkus und Verschleißteilen nach Herstellerangaben, beim RP1 PRO zum Beispiel einmal im Jahr, bei intensiver Nutzung alle sechs Monate.Technik, Akku & Pflege
- WattstundenMaß für die Energiemenge, die ein Akku speichert (Wh). Im Luftverkehr hängen die Regeln für Lithium-Ionen-Akkus in Mobilitätshilfen von dieser Angabe ab.Technik, Akku & Pflege
- WenderadiusDer Platz, den ein Rollstuhl zum Drehen auf der Stelle braucht. Kompakte Elektrorollstühle wie RP1 PRO und LP1 kommen nach Herstellerangaben auf einen Wenderadius von 55 Zentimetern.Grundlagen
- WertmarkeBeiblatt zum Schwerbehindertenausweis, mit dem Menschen mit bestimmten Merkzeichen im Nahverkehr unentgeltlich fahren. Sie kostet derzeit 104 Euro im Jahr.Alltag & Mobilität
- WiderspruchRechtsbehelf gegen einen Bescheid, etwa eine Ablehnung der Krankenkasse. Er muss innerhalb eines Monats nach Bekanntgabe eingelegt werden.Versorgung & Kostenübernahme
- WohnumfeldverbesserungZuschuss der Pflegekasse von bis zu 4.180 Euro je Maßnahme für Umbauten, die die Pflege zu Hause erleichtern oder eine selbstständigere Lebensführung ermöglichen.Alltag & Mobilität